Stiftung "Frieden ist ein Menschenrecht"

Sievershäuser Ermutigung 2018 ausgeschrieben

Die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen und die Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht schreiben zum fünfzehnten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung aus. Die Sievershäuser Ermutigung 2018 soll für hervorragende journalistische Arbeiten und Leistungen zum Thema Konflikt und Frieden verliehen werden.
Nominiert werden können sowohl Journalistinnen und Journalisten als Einzelpersonen oder Teams, Redaktionen als auch Medien aus dem In- und Ausland, die sich durch konkrete Beiträge und/oder ein besonderes journalistisches Profil im Bereich der Berichterstattung über Konflikte, Konfliktbearbeitung bzw. Friedensprozesse auszeichnen. Hierbei kann es sich um Beiträge handeln, die

- unser Verständnis vorhandener Konflikte, Krisen und Kriege wesentlich befördern und uns oft vergessene Konflikte und Konfliktdimensionen in Erinnerung rufen,

- die Chancen für Konfliktbearbeitung durch einen genauen Blick auf die konkreten Konfliktparteien, Streitgegenstände und -dynamiken zu erkennen helfen, oder aber

- journalistisch seriös gelungene Beispiele friedlicher Konfliktbearbeitung recherchieren.


Nachfolgend der gesamte Ausschreibungstext als pdf-Datei






Die Sievershäuser Ermutigung

wird seit 1988 im zweijährigen Rhythmus für beispielhafte Friedens- und Menschenrechtsarbeit durch das Antikriegshaus Sievershausen und jetzt auch die Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht vergeben. Sie ist mit 5000,- Euro dotiert. Die Ausschreibung erfolgt zu wechselnden thematischen Schwerpunkten. So stand in 2014 die Stärkung der zivilen und gewaltfreien Konfliktbearbeitung im Mittelpunkt, geehrt und ermutigt wurde das forumZFD aus Köln. 2012 wurden die christliche Basisgemeinschaft "Brot & Rosen" aus Hamburg und das Projekt DiaMiPa des Diakonischen Werkes in Hannover für ihr Engagement für Menschen ohne Papiere mit dem Friedenspreis bedacht. 2010 wurde die Journalistin Maria Isabel Gámez für ihren Einsatz für Pressefreiheit und Menschenrechte in El Salvador ausgezeichnet. 2008 ging der Preis an die Organisation MADAM aus Sierra Leone für ihre Arbeit zur Rehabilitation von ehemaligen Kindersoldaten.
Der Friedenspreis soll die Preisträger in ihrer Arbeit ermutigen und unterstützen, aber auch darüber hinaus Mut machen, sich für die Ziele von Frieden und Menschenrechten zu engagieren, wie Rupert Neudeck in seiner Laudatio auf die tschetschenische Menschenrechtlerin Taita Junusova, Preisträgerin des Jahres 2006, hervorhob.



Natürlich müssen wir dieses Preisgeld auch erst einmal aufbringen, alle zwei Jahre eine nicht gerade einfache Aufgabe. Die Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht ist auch aus diesem Grund geschaffen worden, allerdings sind wir durch die sehr niedrigen Zinsen (nur diese dürfen vom angelegten Kapital ver­wendet werden) noch nicht in der Lage, das Preisgeld und die Kosten rund um die Ermutigung aufzubringen.

Deshalb hat die Stiftung in 2016 nicht zu weiteren Zustiftungen aufgerufen (die bleiben Ihnen natürlich trotzdem unbenommen), son­dern hat gemeinsam mit dem Antikriegs­haus um Spenden für die Ermutigung gebeten, denn Spenden dürfen wir kurzfristig einsetzen. Die zu erwar­teten Kosten einer Ermutigung betragen inkl. des Preisgeldes rund 7.500,-€, und wir sind stolz sagen zu können, dass die Stuftung und großzügige Spender*innen einen Großteil dieser Summe aufgebracht haben. So konnte die Verleihung des Friedenspreises zu einem gelungenen Festakt gestaltet werden. Wir sagen ganz herzlich DANKE!